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Panorama der heutigen Stadt Magdeburg

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MAGDEBURG VOR DER ZERSTÖRUNG VON 1631 | (Jan van de Velde, 1593-1641) | Kulturhistorisches Museum Magdeburg

Das Zentrum für soziales Lernen ist ein Projekt der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis.

Vor 10 Jahren mit einer schlichten Seilbrücke begonnen, die mit einer Gruppe benachteiligter Jugendlicher gebaut wurde, hat sich der ehemalige Pfarrgarten
im Schöppensteg 16 zu einem Erlebnisparcours entwickelt, der Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Möglichkeiten eröffnet, an gemeinsamen und individuellen Herausforderungen zu wachsen. Mit zwei Veranstaltungen wird Ende September und Anfang Oktober das Jubiläum festlich begangen.

Interview mit Thomas Lösche
Herr Lösche, Sie sind langjähriger Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit im Kirchenkreis Magdeburg und im Kinder- und Jugendpfarramt der EKM. Was hat Sie vor 10 Jahren bewogen, ein Zentrum für soziales Lernen zu gründen?

T.L.:Die Umstände, in denen Kinder und Jugendliche aufwachsen, hatten sich
in den 10 Jahren nach der Wende grundlegend geändert. Zunehmend begegneten uns verhaltens-
auffällige Kinder und Jugendliche. Auch die Zahl der Kinder, die aus sehr belasteten Familien-
verhältnissen kamen, war stark angestiegen. Die bisherigen pädagogischen Angebote kamen deutlich an ihre Grenzen.

Warum gibt es das Zentrum für soziales Lernen als Projekt der Evangelischen Jugend?

T.L.: Die oben beschriebene gesellschaftliche Situation und die konkreten psycho-sozialen Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen, insbesondere von Jungen, waren Aufforderungen zum Handeln. Seelische und soziale Verwahrlosung sind "Krankheiten" die zu sozial-diakonischem Handeln herausfordern.

Melanchton hat Bildung mit "Entrohung" im Gegensatz zu "Verrohung" beschrieben. Soziales Lernen ist ein Akt der Nächstenliebe.  Die Chancen, ein sinnvolles Lebenskonzept zu entwerfen und auch umzusetzen, steigen, wenn sozial-emotionale Kompetenzen gut entwickelt sind.

Wer nutzt die Angebote des Zentrums für soziales Lernen?

T.L.: Empfänger unserer Leistungen sind Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 27, mitunter auch Familien mit Eltern. Darüber hinaus gelegentlich auch Erwachsene zu Incentives oder Teamtrainings. Vor allem kommen Schulklassen und Gruppen mit sog. Benachteiligten.

Unsere Freiwilligen und PraktikantInnen tragen mit ihrem im Schöppensteg erworbenen Know How aber auch wöchentlich zur Unterstützung der Arbeit mit Kinder und Jugendlichen in den Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen bei. Sie unterstützen beispielsweise die Evangelische Sekundarschule, Kinderkreise, Freizeiten, Konfitreffs und Events im Kirchenkreis.

Welche Wirkungen können denn mit Erlebnispädagogischer Arbeit erzielt
werden?

T.L.: Grundsätzlich werden durch verschiedene Übungen und Spiele Kompetenzen
geschult, wie Kommunikation, Achtsamkeit und Kooperation. Das kann bei SchülerInnen und Auszubildenden zu einer deutlichen Leistungsverbesserung führen, wenn sich nah einem Besuch bei uns das Klima in der Gruppe positiv entwickelt hat.

Inzwischen ist das Zentrum für soziales Lernen ein Qualitätsbegriff weit über die Grenzen des Kirchenkreises hinaus. Momentan können wir bei Anfragen Termine erst für das nächste Jahr vergeben.

Wie ist die Arbeit organisiert?

T.L.: Wir arbeiten vorrangig mit Freiwilligen und PraktikantInnen. Es gibt nur eine Projektstelle (75%) und eine Festanstellung (30%) und zwei Honorarkräfte, die stundenweise zur Verfügung stehen. Wir erhalten vor allem finanzielle Unterstützung vom Kirchenkreis, vom Jugendamt und von SpenderInnen und Sponsoren.

Wir brauchen mindestens ca. 20 Freiwillige um die laufenden Anfragen zu bewältigen. Unsere erlebnispädagogische Arbeit ist so personalaufwendig, weil wir die Teilnehmenden nicht einfach in Selbstsicherung durch den Parcours schicken, sondern wirklich intensiv und interaktiv mit ihnen arbeiten und reflektieren. Das setzt natürlich auch ein hohes Maß an Qualifizierung voraus, die die Mitarbeitenden am Schöppensteg erhalten.

Wie sieht die Zukunft aus?

T.L.: Wir feiern jetzt das 10-jährige Bestehen. Wir laden herzlich zu einem Festvortrag am 30.09. ins Gesellschaftshaus ein und präsentieren uns mit einem Tag der offenen Tür am 02.10. im Schöppensteg 16.

Auf so hohem Niveau mit Freiwilligen zu arbeiten ist nur möglich durch viele Ehrenamtliche, die sich mit ihren Gaben einbringen und bereit sind sich ständig weiter zu qualifizieren.

Zu bewältigende Aufgaben bei uns sind u.a. die pädagogische Durchführung der einzelnen Aktionen, die Konzipierung und der Bau verschiedener Elemente und die ständige Weiterbildung der Teamerinnen und Teamer, aber auch Arbeiten in Haus und Außengelände.

Die Nachfrage steigt und wir haben eine sehr dünne Finanz- und Personaldecke. Wir hoffen jedes Jahr neu auf finanzielle und personelle Unterstützung.

Um die Nachhaltigkeit dieses Projektes abzusichern, müssen mittelfristig zwei oder drei Feststellen geschaffen werden. Dies ergibt sich nicht nur aufgrund der sehr großen Nachfrage, sondern auch durch Zertifizierungen und Einhaltung vorgeschriebener Standards.

Herr Lösche, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Das Interview führte Jörg Kommritz von ropeXcourse.

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Sommer



Weil Sonne und Licht alles hell und bunt machen, ist die Sommerzeit Zeit der Freude.
Da ist Muße loszulassen, was einen umtreibt, die Hektik, die Sorge. Die Menschen suchen in diesen Wochen Frohsinn und Entspannung. Um wieder zu sich selbst zu finden, braucht es zugleich Zeit, auch die Enttäuschungen zu sehen, mit denen man sich herumschleppt: der Frust auf der Arbeit oder die vergebliche Mühe, eine zu finden, die missglückten Versuche, Freundschaften zu pflegen, die Spannungen in der Familie, die Unzulänglichkeit des eigenen Glaubens und der mangelnde Geist, ihn praktisch zu leben. Diese Enttäuschungen anzunehmen – und sie Jesus zu übergeben und so wieder mehr ins Reine zu kommen mit sich und der Welt, das gehört für mich zu einer ganzheitlich entspannenden schönen Sommerzeit. Man tritt heraus und sieht von außen und in Ruhe, wer man ist und was da eben auch ist an heimlichen Kränkungen und verdrängten Sehnsüchten. Wo man geklammert hat, wo man es anderen unbedingt zeigen wollte, wo man alles gegeben hat – muss ich das alles wirklich? Dabei kommt es im Kern nur darauf an, offen dafür zu sein, dass Gott das Wesentliche schenkt. Er sieht unsere Gaben und Fähigkeiten, er kann aus Schwachen und Ängstlichen frohe und mutige Menschen machen, er bringt unser Selbst liebevoll dazu, sich zu entfalten. Er erspart nicht Enttäuschungen, aber er bietet sich selbst an, »alle Sorge auf ihn zu werfen« (1. Petr. 5,7). Das Erkennen der eigenen dunklen Schatten birgt sogar die Chance, authentischer zu leben, empfindsamer für sich selbst und den Mitmenschen. »Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohlmachen«, sagt der Psalmbeter (Ps. 37,5). Wochen im Sommer können uns dazu führen, dass wir ehrlicher und zugleich gelassener mit dem umgehen, was uns in unseren Augen fehlt und mit offenen Augen und Herzen darauf zu schauen, wie Gott uns beschenkt. Suchen wir in den kommenden Wochen schöne Gelegenheiten, ihm zu begegnen und dem Leib und der Seele Gutes zu tun. Gott bewahre und behüte Sie auf allen Wegen!

Pfarrer Sebastian Neuß

 

Foto: M. Rafalski

 

Kleinkindgottesdienst
Samstag 11. Sept. | 16.00 Uhr Hoffnungsgemeinde Krähenstieg 2

Chor und Instrumentalmusik
Sonntag 12. September | 15.00 Uhr | Brüderstraße 1a

Gemeindefest für eine neue Orgel
Samstag 18.9. und Sonntag 19.9. St. Stephani in Ottersleben


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Aktionstage "Chic aus zweiter Hand"


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