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Panorama der heutigen Stadt Magdeburg

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MAGDEBURG VOR DER ZERSTÖRUNG VON 1631 | (Jan van de Velde, 1593-1641) | Kulturhistorisches Museum Magdeburg

Bitte nicht zu hart!

Da gibt es so tolle Sprüche, die wir alle in unserem Leben schon einmal gehört haben: "Nur die Harten kommen in den Garten" oder "Gelobt sei, was hart macht". Richtige Machosprüche - sie mögen für Elitesoldaten oder Manager gelten. Aber gelten sie auch für uns?
Vor einigen Jahren habe ich bei einer Urlaubsreise in Schleswig-Holstein diesen witzigen und mir bis dahin unbekannten Verkehrshinweis am Straßenrand fotografiert.

Als erstes erinnerte ich damals den Liedvers von Wolf Biermann. den wir in den 80er Jahren oft auf der Gitarre gespielt haben:

Du, laß dich nicht verhärten
In dieser harten Zeit
Die all zu hart sind, brechen
Die all zu spitz sind, stechen
und brechen ab sogleich

Dies stimmt. Da ich in einem früheren Leben einmal einen Metallverarbeitungsberuf gelernt habe, weiß ich: Gusseisen ist extrem hart, bricht aber schnell.
Muß ich als Christ hart sein, und somit gefährdet, wie es Biermann sang?
Im Neuen Testament lesen wir, dass Jesus hart war gegenüber sich selbst. Vierzig Tage Fasten in der Wüste ist schon eine arge Bewährungsprobe. Und schließlich dann der Kreuzestod, den wir in der bevorstehenden Passionszeit wieder bedenken werden.
Doch überall da, wo uns Jesus zur Nachfolge ruft, sagt er eben nicht: Sei hart und breche Dich ab. Er sagt vielmehr: "Liebe deine Nächsten wie dich selbst" und "Was ihr den geringsten unter meinen Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan".
Dies ist die Botschaft, die uns zusammenhält: Es kommt nicht auf die Härte an, sondern auf die Liebe. Nur so kann Nachfolge gelingen.

U. K.

 

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