Am 20. Oktober 1889 begann Superintendent Gustav Adolf Pfeiffer (1836-1902) im neuerbauten Kinder-, Alten- und Siechenheim, dem Johannesstift, die Arbeit der später nach ihm benannten diakonischen Einrichtung unter dem Leitwort „Gott zur Ehre - den Menschen zu Liebe“. Am 1. Juli 1908 erhielten die Pfeifferschen Stiftungen auch die Rechte einer Kirchengemeinde (Parochialrechte), d. h. sie wurden eine selbständige Kirchengemeinde.
Die Pläne für die Anstaltskirche bewegten Gustav Adolf Pfeiffer sehr lange. Das Resultat seiner Überlegungen war ein achteckiger Kuppelbau mit Vorhalle am Eingang und zwei Seitenhallen, denn das Gotteshaus sollte den in den Pfeifferschen Stiftungen lebenden Pfleglingen dienen.
Einer der ersten Fliegerangriffe auf die Stadt Magdeburg am 21. Januar 1944 traf vor allem die Pfeifferschen Stiftungen. Die Kirche wurde dabei so stark zerstört, dass die Fachleute ihren Abriss empfahlen. Entgegen diesem Rat bauten Diakonissen, Mitarbeiter und Bewohner der Pfeifferschen Stiftungen ihre Kirche nach dem Kriege gemeinsam wieder auf. Am Reformationsfest 1949 nahm die Gemeinde sie mit einem Festgottesdienst wieder in Gebrauch.
Die „Samariterkirche“ befindet sich auf dem Gelände der Pfeifferschen Stiftungen. Sie ist tagsüber „verlässlich geöffnet“. Andachten finden täglich statt und werden in die einzelnen Häuser der Pfeifferschen Stiftungen übertragen. An Sonn- und Feiertagen finden Gottesdienste statt.
Aktuelle Informationen und weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Pfeifferschen Stiftungen: www.pfeiffersche-stiftungen.de.
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