Gemeinde im Kirchspiel Süd-Ost
Die Kirche St. Gertrauden steht am Rand der Magdeburger City. Die Gemeinde bildet gemeinsam mit St. Gertraud in Salbke, St. Stephanus in Westerhüsen und der Gemeinde Martin Gallus in Fermersleben das Evangelische Kirchspiel Magdeburg Süd-Ost.
Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten im Jahre 2003/2004 ist der Originalzustand der St. Gertraudenkirche, so wie sie 1869 erbaut wurde, nahezu wiederhergestellt worden. Die nur wenig veränderte Rühlmann-Orgel ist eine Besonderheit der Kirche und Anlass für viele Konzerte.
Magdeburg-Buckau - das war einmal in Deutschland das Synonym für den Maschinenbaustandort schlechthin. Die Hoch-Zeit des Ortes beginnt mit der Gründerzeit. Die Dorfstrukturen weichen Industriegeländen und Arbeitersiedlungen.
Über Buckaus Eintritt in die Geschichte ist wenig bekannt. Fest steht lediglich, dass der Ort zu den wenigen slawischen Siedlungen westlich der Elbe gehört. Erstmals urkundlich erwähnt wird Buckau (Ort an den Buchen) 937 in einer Schenkungsurkunde Otto I. an das Moritzkloster. 965 müssen die Benediktiner das Moritzkloster räumen. Anstelle des Klosters nahe der Pfalz soll der große ottonische Dom entstehen, der zunächst Moritz (Mauritius) allein geweiht ist. Als Ersatz erhalten die Benediktiner auf dem Riddagsberge nahe der Stadt ein neues Kloster, das Johannes dem Täufer geweiht wird: Kloster Berge. Buckau, das kleine Straßendorf, das im 16. Jahrhundert rund 50 Einwohner und zehn Häuser zählt, liegt, vom Benediktinerkloster her gesehen, elbabwärts.
Die Dorfbewohner sind zumeist arme Leute. Leineweberei und Fischerei sind die hauptsächlichen Einnahmequellen. Die große Überschwemmung von 1570 und die Pest bringen Leid und Elend über Dorf und Kloster. Der Dreißigjährige Krieg ebenso. 1631 sind Buckau und das Kloster Berge fast völlig zerstört. Aber bereits1671 stehen wieder 15 Häuser in Buckau. 1800 sind es 47 mit 390 Einwohnern. Kurz danach reißen allerdings die napoleonischen Truppen, um der Schussfreiheit willen, das Kloster Berge und das Dörfchen Buckau ab. Erst nach 1814 siedeln sich die Buckauer wieder an, 1815 leben bereits 430 Menschen im Dorf. Durch Order des Prinzregenten Wilhelm von Preußen erhält Buckau 1859 das Stadtrecht. Die Zahl der Einwohner ist auf 5.000 gestiegen aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs der Gründerzeit und im Gefolge der Industrialisierung.
Heute gehört Buckau als Stadtteil zu Magdeburg und hat ca. 4.500 Einwohner.
Davon gehören annähernd 10 % der Evangelischen Krchengemeinde an.
Im Gemeindehaus neben der Kirche treffen sich Eltern mit Kleinkindern im Kindercafé Lücke und zweimal in der Woche Jugendliche im Konfirmandenalter im Konfitreff.
Anschrift
Evangelische Kirche St. Gertrauden, Schönebecker Str. 17, 39104 Magdeburg
Gottesdienst
Sonntags 9.30 Uhr
Offene Kirche
Mai – Oktober: werktags 11 - 13.00 Uhr u. 14 - 16.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung
Ansprechpartner über Büro
Evangelisches Kirchspiel Magdeburg Südost
Schönebecker Str. 17,
39104 Magdeburg
Telefon: 03 91 / 4 04 28 77 oder 03 91 / 400 89 58
E-mail: info@magdeburg-so-evangelisch.de
Internet: www.magdeburg-so-evangelisch.de
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